Vancouver, 19.01.04 - 25.01.04 |
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DienstagAn Weihnachten habe ich von Höfers ein schönes Knobelpuzzle aus Holz bekommen (an dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür!). Hier kommt jetzt endlich das Beweisfoto, das ich es gelöst habe (nein, ich brauchte dafür keine Tricks mit Photoshop, es gibt Zeugen, dass ich es "ehrlich" gelöst habe). Für alle, die es nur anhand der Bilder mal im Kopf lösen wollen: Wie man sieht ist es Ziel der ganzen Sache, den Ring loszulösen. Die "Regeln" sind folgendermaßen: Der Ring passt über die Kugeln aber nicht über die Quadrate. Ring und Quadrate passen durch den Schlitz, die Kugeln nicht. Außerdem kann man den Ring auf das große Holzteil stecken. Da dieses spitz zuläuft, passt er aber nicht ganz drüber, sondern nur ungefähr bis zum Ende des Schlitzes. Viel Spaß! MittwochWenn ich richtig informiert bin, gibt es bei Euch ja auch die Sendung "der Bachelor". Falls ihr gehofft habt, dass ihr es bald überstanden habt, kann ich Euch schonmal vorwarnen: Hier läuft inzwischen "The Bachelorette", also sozusagen mit umgekehrter Rollenverteilung. Und diese Dame, die die Wahl zwischen 25 Männern hat, ist wohl diejenige, die beim "Bachelor" letztlich übrigblieb. Also, noch keine Entwarnung angesagt... DonnerstagAm Donnerstag habe ich bei einem TopCoder-Contest 100 Punkte wegen eines winzigen Fehlers verloren: Bei einer Geometrie-Aufgabe war die Größe der Erdkugel als Durchmesser angegeben, ich habe die Zahl aber als Radius genommen. Mein Programm hat dann schon bei den Beispieltestfällen nicht funktioniert, aber ich habe den Fehler bis ca. eineinhalb Stunden nach Contest-Ende nicht herausgefunden, was mich ziemlich frustriert hat. Heute habe ich im Diskussionsforum auf den TopCoder-Seiten gelesen, dass es einigen der besten Coder genauso ergangen ist. Ich bin also nicht der einzige, der diesen blöden Fehler gemacht hat. Wer kann auch schon damit rechnen, dass man den Durchmesser und nicht den Radius gegeben bekommt!? Es stand natürlich da, aber man steht ja unter Zeitdruck und liest dann nur die Zahl ohne den Text drumherum... SonntagHeute sind wir zu einem Umzug nach Chinatown gegangen, denn am vergangen Donnerstag war das chinesische Neujahr. Das ist jedes Jahr an einem anderen Tag, weil die chinesen einen anderen Kalender verwenden, so dass ein Jahr zwischen 353 und 385 Tagen lang ist. Das neue Jahr ist übrigens das "Jahr des Affen". Das neue Jahr wurde jedenfalls heute mit einem großen Umzug gefeiert und Conrad und ich sind deswegen mittags nach Chinatown gefahren. Der Umzug ging erstmal mit einer Polizeieskorte und viel Schall und Rauch los. Kurz darauf eilte plötzlich ein wichtig aussehender Mann in der Mitte der Straße vorbei und nahm auf der nahe gelegenen VIP-Tribüne platz. Es stellte sich heraus, dass es sich um den Premier-Minister von British Columbia, Gordon Campell handelte, der den Umzug verfolgte und auch immer wieder auf die Straße eilte, um den Mitwirkenden kleine Geschenke zu überreichen. Insgesamt sahen die Sicherungsvorkehrungen laxer aus als bei uns, auch wenn einige Security-Leute dort waren, fielen sie nicht besonders auf und der Premier bewegte sich ziemlich frei in der Menge. Der Umzug war dann eine bunte Mischung aus traditionellen chinesischen Elementen und einzelnen Gruppen, ähnlich einem Faschingsumzug bei uns. Besonder hervorzuhaben war eine Tanzschule für Kinder, die eine recht aufwändige und sehr farbenfrohe Inszenierung mit sehr vielen Teilnehmern machte. Ein weitere Höhepunkt waren die Löwen- und Drachentänze. Zwei Tänzer werfen sich dabei ein Löwenkostüm über, der vordere hält den Löwenkopf hoch und tanzt dazu auf rhythmisches Trommeln, während der Hintermann immer in gebückter Stellung folgen muss. Der Drache wird auf Stöcken hochgehalten und in verschiedenen, verschlungen Figuren bewegt. Da wir sehr nah bei dem Premier standen und natürlich alle ihre Fähigkeiten vor ihm demonstrieren wollen, kamen wir immer in den Genuss länger Vorstellungen. Am Ende kamen dann noch einige Gruppen, die nicht so ganz ins Bild passten: Die Feuerwehr natürlich und die freiwillige Ambulanz (hauptsächlich Kindern, gehen die wirklich auf Rettungseinsätze? Und warum müssen die eigentlich solche Uniformen haben und Marschieren können?). Richtig exotisch wurde es aber erst mit einer echten Faschingsgruppe, Dudelsackspielern und einer Samba-Gruppe. Insgesamt war es ein sehr bunter Umzug und ein wirklich unterhaltsamer Sonntagnachmittag. |
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