Vancouver, 25.08.03 - 31.08.03

Am Montag beginnt hier die Orientierungswoche, in der man eine Menge Informationen über die Uni bekommt und bestimmt eine Menge neue Leute kennenlernt.

Montag

Am Vormittag gab es eine Willkommensveranstaltung der "Graduate Student Society (GSS)" (entspricht ungefähr der Fachschaft) mit einigen Reden und kostenloser Pizza.

Danach hatte ich am Nachmittag noch genug Zeit herauszufinden, wie ich auch unter Linux an die Bilder meiner Kamera herankomme, so dass ich jetzt nicht mehr andauernd Windows booten muss. Da geht es mir doch gleich viel besser... *grins*.

Am Abend gab es dann noch ein "Ale-Tasting", bei dem man für fünf Dollar fünf Biere (jeweils 0,2l) ausprobieren konnte. Dabei gab es dann so komische Sachen wie "Honigbier", aber auch ein paar ganz gute. Dazu gab es Live-Musik und man hat viele neue Leute kennengelernt.

Dienstag

Am Dienstag war eine Orientierungsveranstaltung für internationale Studenten, bei der wir einige andere "Internationals" kennengelernt haben, die auch Informatik studieren (unter anderem Kristian aus Berlin) und Informationen rund um Krankenversicherung und ähnliche Formalien erhalten haben. Wir haben dann noch eine Campus-Tour in kleinen Gruppen unternommen. Auf dem zweiten Bild sieht man Craig (er schaut gerade in die Kamera), der auch Informatik studiert. In unserem Büro haben wir schon Richard kennengelernt, der von der anderen Seite von Kanada nach Vancouver kam. Auf dem letzten Bild sieht man nochmal unser Informatik-Gebäude von innen.

Inzwischen hat Markus es sogar geschafft, den Stream der letzten Sendung von www.tagesschau.de unter Linux anzuschauen, so dass wir uns jetzt ganz wie zu Hause fühlen können.

Mittwoch

Am Mittwoch Vormittag gab es eine wirklich beeindruckende Begrüßung für alle ausländischen Studenten (International Student Welcome). Diese fand in einem Konzertsaal auf dem Campus statt, der es fast mit der Alten Oper in Frankfurt aufnehmen kann. Auf der offiziellen Seite des Chan-Centres gibt es ein paar paar bessere Bilder als ich aufnehmen konnte.

Dort gab es dann einige Begrüßungsreden und Musik von der UBC-eigenen "School of Music" (Musikhochschule). Ein Blechbläserensemble spielte die Nationalhymne, wozu sich (natürlich) alle erhoben. Später gab es noch ein Stück für Solo-Cello, eins für Klavier und eine Sonate für Cello und Klavier von wirklich guten Solisten der UBC.

Wenn man so eine Veranstaltung erlebt hat, weiß man wirklich, was man von seinen Studiengebühren hat und fühlt sich richtig willkommen. Das ganze war ja ausschließlich für die internationalen Studenten.

Nachmittags hatten wir eine City-Tour, bei der wir mit einem Bus zu ein paar Sehenswürdigkeiten gefahren wurden und dort immer für ein paar Minuten aussteigen durften. Man hat sich da zwar wirklich als Tourist gefühlt, aber es gab ein paar schöne Stellen mit einem guten Ausblick. Das vierte Bild zeigt Stanley-Park und das letzte die Küste von Nord-Vancouver, aufgenommen vom höchsten Punkt des Stanley-Parks.

Abends ging es dann mit einer Bootstour weiter, die ungefähr 3 Stunden gedauert hat. Losgefahren sind wir bei Sonnenschein, später hatten wir dann bei Dunkelheit einen tollen Blick auf die erleuchtete Stadt, was aber auf dem Boot nur sehr schwer zu fotographieren war. Das Bild von mir ist übrigens echt, auch wenn es irgendwie wie eine Fotomontage aussieht. Auf dem vorletzten Bild sieht man die Landzunge, auf der unsere Universität liegt. Sie ist ganz am rechten Bildrand. Ungefähr da, wo die beiden Hochhäuser stehen (das sind Studentenwohnheime), fängt sie an und geht fast bis zum Meer.

Donnerstag

Donnerstag Mittag gab es ein Barbeque, wobei Thorsten bei der Rauchentwicklung wohl nur den Kopf schütteln würde. Danach haben wir auf dem Campus noch ein bißchen Frisbee gespielt. Da es so warm war, habe ich Schuhe und Socken ausgezogen und bin dann prompt in eine Wespe hineingetreten. Aber mit viel Kühlen ging die Schwellung bis zum Abend zurück, so dass ich noch am "Pub Crawl", einer Kneipentour durch Vancouver, teilnehmen konnte.

Freitag

Am Freitag hatten wir am Mittag eine Führung durch das "Museum of Antrophology", in dem es einiges über die Kultur der ursprünglichen Einwohner rund um Vancouver - verschiedene Indianerstämme - zu erfahren und einige Totempfähle zu sehen gab.

Abends gab es dann noch die "DisOrientation-Party", die nach einer so langen Orientierungswoche auch dringend nötig war.

Samstag

Am Samstag waren wir am "Kitsiliano Beach" (Strand), das Wetter war echt super. Dort haben wir dann Skat und Beach-Volleyball gespielt und waren sogar mal im Pazifik schwimmen, auch wenn der ziemlich kalt war. Zum Glück spielt Markus Volleyball im Verein, so dass er meine Fehler ausbügeln konnte...

Dieser Tag war wohl Markus sein Pechtag: Nicht nur, dass er beim Skatspielen verloren hat und sich mit seiner weißen Hose direkt in einen pinken Kaugummi gesetzt hat; eine Möwe hat auch noch sein zum Auslüften sorgfältig ausgelegtes T-Shirt als Zielfeld verstanden und dabei auch genau in die Mitte getroffen. Zum Glück hat die Waschmaschine alles geschafft: Sowohl Kaugummi als auch Möwenabsonderungen wurden restlos weggespült.

Sonntag

Am Sonntag haben wir einen anderen Strand ("Jericho Beach") ausprobiert, der aber nicht ganz so gut war. Das lag aber auch am nicht ganz so warmen Wetter bzw. dem etwas kälteren Wind. Ansonsten war der Tag eher sehnsüchtiges Warten auf Montag ("Wann können wir endlich aus der Jugendherberge heraus?"). Abends sind wir dann hier zum ersten Mal ins Kino gegangen. "Tomb Raider 2" war der genau der richtige Anfang: Man hat fast alles verstanden und wenn nicht, war es auch nicht so schlimm, weil man die Dialoge nicht wirklich zum Verständnis brauchte.

O-Woche

Eine Übersicht über die Veranstaltungen der O-Woche.


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