Vancouver, 15.09.03 - 21.09.03 |
||
MittwochHeute ist der 17. September, d.h. ich bin tatsächlich schon genau einen Monat in Vancouver. Ich hätte es fast vergessen, zum Glück hat Moni mich daran erinnert. Rückblickend ging das jetzt doch ziemlich schnell vorbei, vor allem in den ersten paar Wochen haben wir ja auch eine Menge erlebt. Heute wurde es deutlich kühler, so dass ich meine Jacke gut gebrauchen konnte, aber nächste Woche wird das Wetter wohl wieder besser, so dass wir noch ein paar Ausflüge unternehmen können. DonnerstagHeute hatte ich ja mal wieder frei. Mittags haben mich meine Vermieter dann überredet, mal chinesische "Instant-Nudeln" auszuprobieren. Das ist eine kleine Packung Nudeln für eine Portition. Die muss man nur 3 Minuten kochen. Danach gibt man noch ebenfalls in der Packung enthaltenes Suppenpulver und etwas Öl dazu und schon hat man einen Teller Nudeln mit Suppe. Schmeckt ganz gut und geht schnell!. Nachmittags hat mich mein Vermieter dann mal zu Ikea mitgenommen, weil sein Büro da ganz in der Nähe ist. Das liegt etwas außerhalb in einem Industriegebiet, in dem es viele große Geschäfte gibt. Ikea liegt natürlich am "Sweden Way" wie man sieht. Innen drinnen sieht es eigentlich genauso aus, wie bei uns auch, sogar ein paar alte Bekannte habe ich wiedergetroffen! Ich habe da dann gleich ein paar Sachen eingekauft, z.B. einen schönen Papierkorb und einen Teller für Obst und Gemüse. Dazu noch zwei Glühbirnen und Mehrfachsteckdosen. Alles zusammen für 40 Dollar (ca. 26,- EUR). Jetzt fehlt mir nur noch eine Butterdose. FreitagHeute gab's eine echte Überraschung. Wie jeden Freitagabend waren wir zum Informatiker-Stammtisch im Koener's Pub auf dem Campus. Wir wollten gerade schon gehe, da kam plötzlich Stefan Pochmann herein, ein Kommilitone aus Darmstadt. Er macht zusammen mit seinen Eltern zwei Wochen Urlaub hier und war vor zwei Jahren zum Studieren hier! SamstagHeute haben wir unseren zweiten Anlauf zur Besteigung des Grouse Mountains unternommen, nachdem der erste Versuch vor einigen Wochen ja wegen der Feuergefahr gescheitert war. Morgens sah es noch nicht ganz so gut aus, weil sich der Gipfel in Wolken hüllte (der linke Berg). Diesmal bekamen wir unsere kleine Gruppe noch Unterstützung von Stefan und Cathy, so dass diesmal nichts schief gehen konnte. Bis wir mit dem Bus am Fuß des Berges waren, hatten sich die Wolken aber schon grötenteils verzogen, so dass wir uns an den Aufstieg über den "Grouse Grind Trail" machten. Wir hatten ca. 800 Höhenmeter auf einer Strecke von 3km vor uns, es war also echt steil. Der "Weg" bestand eigentlich nur aus Stufen, die mit Holz angelegt oder in den Fels gehauhen waren. Wir kamen alle richtig ins Schwitzen und waren wirklich froh, als wir nach eineinhalb Stunden den Gipfel erreichten, wo es allen richtig warm geworden war. Jetzt wußten wir, warum das Ticket mit der Seilbahn 25 Dollar gekostet hätte. Der Rekord für die Strecke liegt übrigens bei unter 23 Minuten! Oben haben wir dann erstmal in Ruhe gepicknickt und die Aussicht genossen. Es gab dort auch einige Touristenattraktionen, z.B. ein Reh und zwei Bären. Danach haben wir uns noch eine "Lumberjack"-Show angesehen, die ganz amüsant war. Im Winter kann man hier sogar Ski oder Snowboard fahren. Auf dem Rückweg haben wir uns dann für die Seilbahn entschieden, die abwärts nur 5 Dollar kostete. Diese Entscheidung wurde mit einer schönen Aussicht über Vancouver belohnt. Am Ende waren wir alle ganz schön müde und haben auf dem Rückweg noch in einem guten Cafe mit dem schönen Namen "Death by Chocolate" halt gemacht. SonntagHeute hatten wir unser erstes "Ultimate Frisbee" Spiel gehabt, genauer gesagt sogar gleich zwei. Wir haben beide recht deutlich gewonnen, unsere Mannschaft ist wohl ganz gut. Obwohl einige es schon seit ein paar Jahren spielen und andere (so wie ich) gerade erst angefangen haben, kam jeder zum Zug und hatte viele Spielanteile. Conrad hat sich unser erstes Spiel mal angeschaut und einen Bericht mit Fotos darüber verfasst. Zum Spiel selbst: Die Regeln sind recht schnell erklärt. Ziel ist es die Frisbee in die Endzone des Gegners zu bringen (wie beim Football). Mit der Frisbee in der Hand darf man aber nicht laufen, sondern muss sie passen, wofür man 10 Sekunden Zeit hat. Berührt die Frisbee dabei den Boden (z.B. indem der Gegner sie aus der Luft "herunterschlägt"), wechselt der Frisbee-Besitz und der Gegener darf weitermachen. Körpereinsatz ist nicht erlaubt (wie beim Basketball). Das Spiel bedeutet letztlich eine Menge Laufarbeit, da meistens Manndeckung gespielt wird. Wenn man im Besitz der Frisbee ist, reiht man sich normalerweise in 10-20 Meter Entfernung von der Frisbee auf, mit Blick auf den Werfer und dem Rücken zur Endzone in die man will, und versucht sich durch schnelle Sprints freizulaufen. Bekommt man den Pass, ist man so der Endzone einige Meter näher gekommen. Wenn möglich wird dann schnell weitergespielt, um das Spiel im Fluß zu halten. Durch das Aufreihen hat man mehr freie Fläche und verhindert, dass die Verteidiger über das ganze Feld verteilt sind und damit lange Pässe unmöglich machen. Unser Team besteht größtenteils aus Informatikstudenten und hat sich deshalb den schönen Namen "Floppy Discs" gegeben. |
[ Impressum ]