Vancouver, 15.12.03 - 21.12.03

Mittwoch

Heute war ich mal bei einer anderen Bank als üblich und war doch sehr überrascht, dass mir dort sogar die Tür geöffnet wurde. Es war dann tatsächlich so, dass dort eine Frau stand, die nur dafür zuständig war, Kunden die Tür aufzumachen. Bei uns in Europa würde man dafür ja einfach so einen automatischen Türöffner mit Bewegungssensor nehmen, aber sowas gibt es hier so gut wie überhaupt nicht. Naja, so schafft man immerhin Arbeitsplätze!

Donnerstag

Heute habe ich endlich auch mein letztes Projekt abgegeben. Es war schon seit Dienstag fertig, aber ich kam erst heute dazu, es auszudrucken und abzugeben. Das war jetzt ja auch höchste Zeit, schließlich kommt mich morgen ja schon Moni besuchen. *freu*

Ich habe mich mit der Implementierung von Algorithmen zum schnellen bestimmen aller Schnittpunkte zwischen Liniensegmenten beschäftigt und die Geschwindigkeit miteinander verglichen. Falls Ihr Interesse habt, wie es aussieht, hier gibt es das Paper und den Java-Quellcode zum herunterladen.

Freitag

Zur Zeit befindet sich Moni zusammen mit Dani (Conrads Freundin) auf der Reise von Frankfurt hierher. Der Flug mit Air Canada geht über Montreal, in Vancouver werden sie um 16.10 Uhr Ortszeit ankommen. Also, alle bitte schön Daumen drücken, damit alles klappt und es keine Verspätungen gibt!

Update: Die beiden sind inzwischen gut gelandet und angekommen. Moni hat schon ihre Sachen ausgepackt und schläft jetzt gerade, schließlich muss sie ja die 9 Stunden Zeitunterschied erstmal überwinden. An dieser Stelle schon mal vielen Dank für die vielen Grüße und die ganzen Süßigkeiten! :)

Samstag

Heute habe ich die große Ehre, eine Gastschreiberin auf meiner Seite begrüßen zu dürfen. Sie hat einen lange Reise hinter sich und viele Strapazen auf sich genommen, nur um an dieser Stelle ein paar Worte an Euch zu richten. Ich übergebe an Moni:

Nach dem aufregenden Flug fiel ich gestern hundemüde ins Bett! Leider hatte sich mein Körper aber noch nicht an die Zeitumstellung gewöhnt, so dass ich bereits schon kurz vor 5 Uhr wach war und auch Sebastian nicht mehr wirklich schlafen lies.

Nach einem netten Frühstück zusammen mit Larissa und Keaton zeigte mir Sebi die nähere Umgebung. Dazu gehörte sein Stamm-Supermarkt, der echt beeindruckend war. Das Angebot war total rießig, und es gab echt alles, außer Taschentücher, die ich leider zur Zeit aüßerst dringend brauche! Auch Haarspray ist hier äußerst selten zu finden, dafür haben wir dann in einer Drogerie "europäisches Haarspray" gefunden.

Nachmittags sind wir dann zur Metrotown-Mall gefahren, wobei ich auf dem Weg dorthin schon einen ersten Eindruck darüber bekommen konnte, wie herrlich es hier aussieht, wenn es nicht grad, wie heute leider, regnet. Die Mall war der absolute Wahnsinn! 2 Tower, jeweils mit mehreren Stockwerken und unzähligen Abzweigungen und Rundwegen und mit 420 Geschäften und grad noch so viel Platz, dass man mit dem Menschenstrom einigermaßen mitkommen konnte. Dort haben wir auch noch einige schöne Sachen gefunden, unter anderem eine Jeans für Sebi, die er von seinen Eltern zu Weihnachten bekommt.

Als wir endlich mit den Einkäufen fertig waren, bzw. uns dazu entschlossen hatten, nicht noch den 2. Tower zu besuchen, machten wir es uns in dem Food-Court gemütlich. Man beachte, dass "Mac Donalds" und "Burger King" auf der Shop-Überischt als "Restaurant" und nicht unter "Fast Food" eingeordnet waren. Auf dem Heimweg haben noch diesen tollen Santa-Claus-Workshop gesehen.

Sonntag

Nach einem gemütlichen Morgen haben wir uns bei schönem Wetter Mittags auf den Weg in die Stadt gemacht und uns Granville Island angeschaut. Das ist eine kleine Halbinsel vor der Innenstadt, die so ein bißchen das Künstlerviertel von Vancouver ist. Außerdem gibt es dort die größte Markthalle der Stadt, wo man (fast) alles bekommt, so z.B. leckeren Käse, was man von dem abgepackten Blockkäse im Supermarkt leider nicht sagen kann. Die "Häuser" sind in Wirklichkeit Hausboote, d.h. sie schwimmen auf dem Wasser und sind nur mit Tauen festgebunden.

Nachdem wir noch kurz in Downtown nach fehlenden Weihnachtsgeschenken gesucht haben (einige in Europa weit verbreitete Sachen scheint es hier überhaupt nicht zu geben), haben wir uns Abends zu einem gemeinsamen Kochen bei Wolfgang und Markus getroffen. Es gab Lasagne, allerdings ohne Hackfleisch, weil es keines mehr im Supermarkt gab, dafür mit Gemüse. Auch nicht schlecht. Kurz vor dem Gehen haben wir dann noch den aus Deutschland geschickten, selbstgebackenen Stollen von Frau Moll probiert. Sehr lecker!


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